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Die Besetzung Palästinas durch die Juden wurde mit ihrer Annahme, daß sie historische Verbindungen zu diesem Land hätten, begründet.
Aber stimmt das?
Selbst bei Juden die sich wirklich darauf berufen können, hebräische Vorfahren zu haben, ist die Verbindung zu Palästina fraglich, da die Hebräer niemals das ganze Palästina besetzt hatten.
Etwa 3000 Jahre v.C. lebten die Kanaaniten in dieser Gegen, ganze 1800 Jahre vor den ersten Hebräern.
Um 1730 v.C. kamen hebräische Stämme aus Ur, wo sie in die Sklaverei verkauft wurden, nach Ägypten und wanderten um etwa 1000 v.C. weiter nach Palästina. Die Ägypter nannten diese Stämme "Hebräer", was soviel wie "Wanderer" bedeutet. Zu dieser Zeit ließen sich die Hebräer in mehr oder weniger unbewohnten Gegenden nieder und hatten damals weder ein Königreich noch eine zentrale Regierung.
Im Jahre 721 v.C. wurde Israel von den Assyrern zerstört und die Israeliten wurden zu Kriegsgefangenen. Anstatt des Königreichs Israel gab es jetzt vier assyrische Provinzen.
Im Jahre 587 v.C. zerstörten die Babylonier Jerusalem und nahmen die dort lebenden Juden gefangen. Damit endete die Zeit der jüdischen Macht in Palästina, aber nicht ihre Anwesenheit.
Im Jahre 538 v.C. verloren die Babylonier Palästina an die Perser und erlaubten den Juden, zurückzukehren.
Alexander der Große gewann 332 v.C. gegen die Perser und eroberte Palästina, und etwa 150 Jahre später mußten die Griechen einen Aufstand unter den Maccabäern unterdrücken.
Im Jahre 164 v.C. befreite Judas Maccabäus Jerusalem, ein Ereignis das die Juden mit dem Hanukka-Fest feiern. Die jüdische Unabhängigkeit in Jerusalem und manchen anderen Teilen Palästinas hielt aber nicht lange an.
Im Jahre 124 v.C. wurde Jerusalem von den Syrern belagert. Die Belagerung wurde erst aufgehoben, als die Juden Tribut zahlten.
Etwa 60 Jahre später eroberten die Römer Palästina und es wurde zu einer Provinz des römischen Reiches, die Judea genannt wurde. Zwischen 66 und 70 n.C. versuchten die Juden, die römische Herrschaft abzuschütteln, aber Jerusalem wurde von Titus zerstört. Zwischen 132 und 135 n.C. versuchten sie es ein zweites Mal, und diesmal wurden die meisten Juden die noch in Palästina lebten entweder getötet oder über das ganze römische Reich verteilt.
Um 135 n.C. baute Hadrian die Stadt Jerusalem wieder auf und nannte sie Aelia Capitolina. Von den sehr wenigen Juden die noch in Palästina lebten, durften aber keine in der Stadt wohnen.
Die jüdische Verbindung zu dieser Gegend hat also nur ein wenig mehr als sechs Hundert Jahre angehalten und endete vor etwa 2,000 Jahren.
Im Jahre 1846 fuhr "Sir" Moses Montefiore im Auftrag des "Lord" Rothschild nach Palästina um dort Informationen zu sammeln. Er berichtete, daß die jüdische Bevölkerung Palästinas zu dieser Zeit etwa 9,000 Menschen zählte, die vermutlich dort schon lange angesiedelt waren und als Palästinenser angesehen werden könnten.
Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig "nein". In anderen Worten, sie waren auf keinen Fall alle von den Hebräern abstämmig.
Viele sind Nachkommen bekehrter Juden aus anderen Ländern in denen sie ansässig waren. In Palästina selber waren Bekehrungen zum Judentum äußerst selten.
Die meisten Juden in Rußland, Polen, Deutschland und in den baltischen Ländern (die gegen Ende des 19. Jahrhunderts den politischen Kern der Zionisten bildeten) waren Nachkommen der Kasaren, einem Tartarenvolk im südlichen Rußland, die sich zur Zeit Charlemagnes (um etwa 740 n.C.) zum Judentum bekehren ließen.
Die Kasaren waren mehr oder weniger ein Nomadenvolk von türkisch/finnischer Abstammung, die sich zwischen der Wolga und dem Don niederließen. Als das Reich der Kasaren im 13. Jahrhundert den Kampf gegen die Mongolen verlor, wurde seine Bevölkerung von zum Judentum bekehrten Kasaren nach Nordwesten vertrieben. Sie wurden die Stammväter der Ashkenasim. Von diesen Kasaren gab es viel mehr als von den hebräischen Juden die auf anderen Wegen und zu anderen Zeiten nach Europa gelangten. Die meisten ost-europäischen Juden sind also gar keine Semiten da die meisten west-europäischen Juden eigentlich aus Ost-Europa stammen, sind sie daher auch keine Semiten. Das heißt wiederum, daß Ihre Besetzung Palästinas schon aus diesem Grund unbegründet ist.
Es erklärt auch, warum die Juden soviel Wert auf den Begriff "anti-semitisch" legen, eher als auf "anti-jüdisch". Sie möchten daraus die Schlußfolgerung ableiten, daß alle Juden Semiten sind. Eigentlich kann aber der Begriff "anti-semitisch" nur dazu verwendet werden, die Aktivitäten der Juden gegen die Araber zu beschreiben, da diese ein wahres semitisches Volk sind und schon seit Jahrtausenden ununterbrochen im Nahen Osten leben.
Dies erklärt auch das Schwergewicht auf die Verwendung des Begriffes "antisemitisch" anstatt "anti-jüdisch". Es soll offensichtlich betont werden, dass die Juden Semiten sind. Der Begriff "antisemitisch" wird aber nur korrekt verwendet, wenn er sich auf die Aktivitäten der Juden gegen die Araber bezieht, die ein echtes, semitisches Volk sind, das seit mehreren tausend Jahren ununterbrochen im Mittleren Osten gelebt hat.
Zweifel am genetischen Urspruch der Aschkenasim-Juden sind für Israel offensichtlich eine problematische Angelegenheit. Der Film "Borat" von Baron Cohen im Jahre 2007 behandelte die Frage mit Humor - Lachen ist immer eine gute Methode um aus einer heiklen Situation herauszukommen.
Am 9. Mai 2007 erschien der Artikel "Der Chasaren-Mythos und der neue Antisemitismus" von Steven Plaut auf der Website der "Jüdischen Presse". Der Autor versucht mit viel Aufwand und wenig Erfolg zu widerlegen, dass die Aschkenasim-Juden Nachkommen der Chasaren sind, eines türkischen Stammes der im südlichen Russland zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer lebte und der geschlossen zur jüdischen Religion übertrat. Dies wird von Plaut mit folgenden Worten abgetan: "Es handelte sich um eine archaische Volksgruppe, die in Zentralasien lebte und vor tausend Jahren verschwand." Es scheint ihm wohl politisch vorteilhaft, die Karaim-Juden zu ignorieren, die noch immer in diesem Gebiet leben und die auch zu den Nachfahren dieser Bekehrung gehören.
Das Buch Exodus legt fest, dass die männlichen Nachkommen von Aaron (dem Bruder von Moses) "für alle Zeiten" die Priesterschaft - die Kohanim - stellen sollten.
Im Jahre 1997 erfuhr die staunende Welt, dass diese alte Bibelgeschichte neue und sehr detaillierte, wissenschaftliche Unterstützung gefunden hatte, doch dass im Haplotyp von 42% der Leviten (Hilfspriester) der Aschkenasim ein Markergen gefunden wurde, das aus Zentralasien und nicht aus dem Mittleren Osten zu stammen schien. Wo kam das zentralasiatische Markergen her? Es scheint, dass die Chasaren-Juden ihre eigene, lokale Levitenklasse geschaffen hatten.
Es ist genauso zweifelhaft, den Mangel an semitischem Blut herunterzuspielen, zu behaupten, dass Juden keine Rassisten seien (erzählen Sie das den Palästinensern), und dass jeder echte Bekehrte willkommen ist. Warum gibt es dann in Israel eine zunehmende Unterscheidung zwischen Personen mit nur einem jüdischen Elternteil und den echten, vollblütigen Juden? Nicht-jüdische Frauen, die einen Juden heiraten wollen, müssen zum Judentum übertreten, damit die Kinder der Ehe als Juden akzeptiert werden. Warum werden die äthiopischen Juden beiseite geschoben? Ihre Bekehrung ist so alt, dass sie noch gar nichts über den Talmud wissen.
Der jüdische Anspruch auf Palästina ist nicht nur von jedem möglichen Betrachtungspunkt zweifelhaft, er wäre sogar lachhaft, wenn er den legitimen Bewohnern dieses Landes nicht schon soviel Leid zugefügt hätte. Es wäre genauso gerechtfertigt (und genauso lächerlich) wenn die Nachfahren der Kelten, d.h. die Iren, Schotten und Waliser, mit all ihrer Habe in das Gebiet von La Tene und Hallstatt in Europa ziehen würden, von wo ihre Vorfahren ursprünglich herkamen.
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